Know how gesucht
Zur Deutschen Technikstraße gehören auch Unternehmen, die selbst zwar keine Technik herstellen, aber mit ihren Ingenieurdienstleistungen Hightechunternehmen helfen, Projekte und neue Produkte voranzutreiben.
So sind Ingenieurdienstleister zum wichtigen Motor des technischen Fortschritts geworden. Sie bieten innovative Lösungen und schaffen neue Jobs. Um Kosten zu sparen und schnell an neues Wissen zu kommen, vergeben Großkonzerne häufig Entwicklungsarbeit nach draußen, was Ingenieurdienstleister wie Avitea oder Brunel beflügelt. Allein in Deutschland gibt es über 2.000 Ingenieurbüros, die täglich neue Jobs schaffen. Doch blühen müssen sie im Verborgenen – den Ruhm für die Innovationen wollen die Auftraggeber oftmals selbst einheimsen. Zu Unrecht: Denn global betrachtet werden jedes Jahr etwa 750 Milliarden Dollar mit Entwicklungsdienstleistungen erwirtschaftet (Quelle: Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton). Tendenz steigend.
Dass die Unternehmen nicht im Verborgenen bleiben müssen, zeigen 3 Dienstleister, die sich bei der Deutschen Technikstraße aktiv einbringen. So suchte das schwedische Kernkraftwerk Oskarshamn einen Physiker an einer Schnittstellenposition zwischen System- und Leittechnik. Gefunden wurde er bei Brunel und die brachten ihn 2006 zum französischen Areva-Konzern, der maßgeblich an Oskarshamn beteiligt ist. Zwei Enden zusammen bringen, das ist das Kerngeschäft von Ingenieurdienstleistern wie euro engineering oder auch Brunel und Avitea. Besonders wenn die Konjunktur gut läuft, sind sie gefragt, da dann qualifizierte Fachkräfte, insbesondere Ingenieure, fehlen.