Energie gewinnen
Zur Deutschen Technikstraße gehört das Thema Energie, welches auf vielfältige Art und Weise in Deutschland gesehen und erlebt werden kann, sei es in Form der Besichtigung eines Wasserkraftwerkes oder durch die Solarzellen auf dem eigenen Hausdach. Darüber hinaus stellt der Energiebereich eine wichtige Wirtschaftsäule dar.
Die deutsche Energieindustrie arbeitet nachhaltig und umweltfreundlich. Gründe hierfür sind vor allem der Einsatz effizienter Technik und der bewusste Umgang mit Energie. Insgesamt waren 2007 gut 1.100 Unternehmen im deutschen Strommarkt aktiv. Versorgungssicherheit ist dabei eines der zentralen energiepolitischen Ziele. Deutschland nimmt auf diesem Gebiet die Spitzenstellung in Europa ein: Die Stromkunden müssen im Durchschnitt nur mit 21 Minuten Stromausfall im Jahr rechnen. Das entspricht einer Zuverlässigkeit von 99,99 Prozent.
Strom und Erdgas dominieren heute den Energieeinsatz der deutschen Industrie: Im Jahr 2006 entfielen vom industriellen Endenergieverbrauch gut 32 Prozent auf Strom und 31 Prozent auf Erdgas. Zum Vergleich: 1975 betrugen die entsprechenden Anteile nur 18,4 bzw. 18,3 Prozent.
2007 deckte Strom aus erneuerbaren Energien 14 Prozent des deutschen Strombedarfs. Wind- und Wasserkraft, Biomasse, Müll und Photovoltaik lieferten rund 87 Mrd. kWh Strom. Die staatlich garantierte hohe Vergütung für Elektrizität aus regenerativen Energien führte zu einem Anstieg der Ökostromerzeugung um 260 Prozent innerhalb der letzten Dekade. Die mit Abstand höchsten absoluten Zuwächse verzeichneten dabei Wind- und Biomassestrom. Windkraftanlagen produzierten 2007 insgesamt 39,5 Mrd. kWh; das war dreizehnmal so viel wie 1997. Für 2008 und 2009 zeichnet sich ein weiterer Anstieg der Windstromerzeugung ab.
Insbesondere den so genannten Windparks auf hoher See gehört die Zukunft und die Unternehmen E.ON und Siemens investieren in diese Form der Energiegewinnung. E.ON hat dabei die Rolle des Schrittmachers übernommen. Bis Ende 2010 wird der Konzern sechs Milliarden Euro in Projekte zur Stromerzeugung aus regenerativen Energien stecken. Mehr als 80 Prozent davon fließen in den Bau von Windparks. Mit seiner für erneuerbare Energien gegründeten Konzernsparte Climate & Renewables ist E.ON bereits jetzt unter die Top 10 der führenden weltweiten Windkraftbetreiber vorgedrungen.
Auch ABB ist mit von der Partie und sorgt beim Bau des größten Offshore-Windparks Borkum II vor der deutschen Nordseeküste für die Anbindung an das deutsche Stromnetz - der Star hierbei ist ein effizientes Gleichstromkabel, welches im Meer zum Einsatz kommt.

- Fotograf: Thomas Ernsting

